Prof. Dr. Martin Balle

Glaube, Ideologie und Wahn – Ein Abriss zu Werner Huths Neuauflage

Die Kirchen sind am Sonntag schon lang nicht mehr gut besucht. Und was ist ein Gebet? Eine Fantasie, ins Nichts gerichtet? Bei vielen dominiert heute die moderne Welt. Geld, Macht, Sehnsucht nach eigener Bedeutung. Virtuelle Welten, die die gesamte Wirklichkeit auszuleuchten scheinen. Aber was ist Wirklichkeit denn überhaupt? Ist ein Leben, das in der scheinbar […]

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Militärische Abschreckung – Den Friedenswillen nicht verlieren

“Mental“ seien wir in Deutschland nicht mehr auf „Krieg eingestellt“, meint der immer noch recht neue Verteidigungsminister Boris Pistorius. Nur wenn wir in der Lage wären, „einen Abwehrkrieg, einen Verteidigungskrieg führen zu können“, würden wir das am Ende „nicht müssen“. So weit – so gut und so richtig. Das ist die traditionelle Lehre der Abschreckung,

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Auf der Suche nach Antworten – Gespräche über das Judentum heben die Notwendigkeit hervor, Antisemitismus zu bekämpfen und friedliche Lösungen im israelisch-palästinensischen Konflikt zu fördern. Eine Spurensuche.

Mein erster jüdischer Freund hieß Jonathan Greenberg und war Journalist. Jeden Mittwochmorgen schnitten wir im New York der späten 1980er Jahre um fünf Uhr früh Kartoffeln, Gelberüben und Gemüse für einen deftigen Eintopf, um fünf Stunden später den rund 400 vor allem schwarzen Menschen, die damals vollkommen verarmt auf der Straße standen und lebten, in

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Sahra Wagenknecht – eine Stimme, die hilft

Ich habe sie selbst vor Kurzem kennengelernt. Ein Freund hatte den Termin vermittelt. Fast zwei Stunden im persönlichen Gespräch mit Sahra Wagenknecht. In Berlin. Wenn sie den Raum betritt, erscheint eine Persönlichkeit, deren Ausstrahlung man sich kaum entziehen kann. Im Gespräch angenehm. Differenziert. Unaufgeregt. Intellektuell. Dass im Krieg mit der Ukraine zwischen der Ukraine und

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Leitartikel: Hubert Aiwanger – das war knapp!

Auf dem Fernsehkanal Arte wurde vor Jahren ein interessanter Dokumentarfilm gezeigt. Ein Mann, der für einen mexikanischen Drogenbaron gearbeitet hatte, wurde eine Stunde lang interviewt. Sein Gesicht wurde nicht gezeigt. Er hatte gemordet, vielfach, vergewaltigt, gefoltert. Er erzählte aus seinem Leben, das er nach einem Bekehrungserlebnis hinter sich gelassen hatte. Mittlerweile lebt er mit neuer

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Auf fast verlorenem Posten – Vertrauen, Glaube, Hoffnung, Liebe: Begriffe, die das Christentum prägen, schwinden – und damit auch die tragenden Säulen des Lebens. Eine Meinung, wie der alltägliche Egoismus seine Kreise zieht

Fast zwei Millionen Menschen waren in Lissabon auf den Beinen, als Papst Franziskus dort vor zwei Wochen zum Weltjugendtag einlud. Die Resonanz in den Medien hierzulande: ein paar Bilder in der Tagesschau zwischen den Sportnachrichten und dem Wetter; in den Printmedien ganz wenig Aufmerksamkeit. Er habe den Jugendlichen gesagt, dass sie keine Angst haben sollten;

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Der Narziss vom Bodensee – Der verstorbene Martin Walser vergaß, anderen die gleiche Selbstliebe zuzugestehen, die er selbst für sich in Anspruch nahm

„Seelenarbeit“ hieß der erste große Roman von Martin Walser, der mich fesselte. Ein Chauffeur fährt seinen Chef über die Lande. Tagelang. Wochenlang. Sein Leben. Und er entwickelt Hass, dass er niemals weiß, wohin die Reise geht. Und warum ist überhaupt er der Fahrer und der andere der Chef? Jahre später schenkte ich dieses Buch dem

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Ost und West teilt sich eine Handschrift – Man sagt, dass sich alles immer wieder wiederholt – anscheinend auch in der Geschichte. Der Krieg wird von Tag zu Tag dreckiger, damals Napalm und Herbizide – heute Streubomben

Wir schreiben das Jahr 1968. Es ist Sommer. August. Aber für die Menschen in der Tschechoslowakei ist noch Frühling. Der „Prager Frühling“. Eine Reformbewegung um den Präsidenten Dubcek grenzt sich seit Monaten ab vom Steinzeitkommunismus Moskaus. Mehr Freiheit, mehr Wirtschaft, mehr Wohlstand. Sozialismus ja, aber nicht mehr die eisernen Ketten des Kommunismus. Da rollen die

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